DANKE für zwei erfolgreiche Tage

Rund 14.000 Besucherinnen und Besucher kamen zum zweitägigen Kunst- und Kulturfestival Schwein gehabt! auf dem Gelände des Karlsruher Kreativparks Alter Schlachthof und sorgten beim Verein ausgeschlachtet als Veranstalter für zufriedene Minen. Mit einer Vielzahl von Konzerten, Ausstellungen und Vorführungen hatten die Nutzer am Samstagabend und Sonntag mehr als doppelt soviele Menschen auf das Areal gelockt, wie bei der vorigen, noch eintägigen Ausgabe. Zu den Höhepunkten des Festivals zählten fantasievolle Installationen wie das von Designern und Künstlern gestaltete Minigolf-Gelände oder das „fliegende Wohnzimmer“, die teilweise für lange Schlangen wartender Interessenten sorgten. Rege Beteiligung fand der Gesellschaftstanz in „Schwarz und Weiß“ unter freiem Himmel, bis der gegen Mitternacht einsetzende Regen dem Tanzvergnügen ein naturbedingtes Ende bereitete. Auch die Lichtkunstausstellung, durch die 14 teils spektakuläre Kunstwerke das weitläufige Gelände des Alten Schlachthofs mit Einbruch der Dunkelheit schmückten, zählte zu den reizvollen Attraktionen. Internationalen Glanz verliehen Schwein gehabt! die spanische Straßentheaterformation Companie La Tal und die libanesische Popsängerin Yasmine Hamdam, deren Auftritte begeistert aufgenommen wurden. Während Musik und vielfältige Unterhaltung im Mittelpunkt des Samstagabends standen, an dem alleine rund 9000 Menschen in die Karlsruher Oststadt kamen, stießen am Sonntag die zahlreichen Angebote für Kinder und Familien, aber auch die Information über die im Kreativpark angesiedelten Unternehmen, Gewerbe und Künstler auf großes Interesse.

Schwein gehabt! 2015

Die Kulturnacht Schwein gehabt! auf dem Gelände des Alten Schlachthofs darf im großen Eventjahr zum 300-jährigen Bestehen der Stadt Karlsruhe nicht fehlen. Mit zwei Tagen Kunst und Kultur bildet sie am 16. und 17. Mai einen kräftigen Auftakt zu den im Juni beginnenden Festwochen.

2015 feiern wir zum dritten Mal Schwein gehabt! auf dem Gelände des Alten Schlachthofs seit die Konversion zum Kreativpark eingeläutet wurde. Die bereits vor zehn Jahren im Zuge der Bewerbung von Karlsruhe als Europäische Kulturhauptstadt entwickelte Idee der Umwandlung des Schlachthofgeländes zu einem Kreativpark wurde 2007 im sogenannten Masterplan der Stadt Karlsruhe verankert. Gleichzeitig begann die Umsetzung vor Ort, und nach achtjähriger Entwicklung zeigt sich, dass sich das Engagement, der finanzielle Einsatz und der lange Atem gelohnt haben. Mit der Ansiedelung von Kulturveranstaltern in Kombination mit über 70 kleinen und mittleren Unternehmen Kreativschaffender ist es gelungen, eine Konstellation zu schaffen, die für Karlsruhe und auch für ganz Deutschland einzigartig ist.

Aus der Gemeinschaft der inzwischen auf dem Areal ansässigen Nutzer hat sich mit Schwein gehabt! eine Veranstaltung entwickelt, deren Besonderheit in der Verknüpfung von Konzerten, Kleinkunst, Kunstausstellungen und unterschiedlichen kreativen Projekten liegt. Professionelle Kulturveranstalter haben dieses außergewöhnliche Veranstaltungsmodell gemeinsam mit vielen Kreativschaffenden erfunden.

ausgeschlachtet e. V. lädt im Jahr des Stadtgeburtstags alle Karlsruher herzlich zu einer Kulturveranstaltung mit ganz besonderem Charakter und Flair ein und bittet, diese mit dem Kauf des Schweinchen-Buttons zu unterstützen.

Ermöglicht wurde die Kulturnacht 2015 dank der finanziellen Unterstützung durch das Kulturamt der Stadt Karlsruhe, die Fächer GmbH und die L-Bank. Durch zusätzliche Mittel des Stadtmarketing und ISEK (Integriertes Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2020) wird Schwein gehabt! 2015 zur zweitägigen Veranstaltung, deren Programm noch vielseitiger, bunter und spannender ist als die Jahre zuvor.


Antje Bessau
Vorstandsmitglied von „ausgeschlachtet e. V.“

Grußwort des Oberbürgermeisters

Karlsruhe ist eine junge und dynamische Stadt, eine Stadt in stetigem Wandel. Das macht sie flexibel in der Reaktion auf veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen reagieren zu können und sichert ihre Attraktivität für Bürgerinnen und Bürger. Während wir gemeinsam auf die 300-jährige Geschichte der Fächerstadt zurückblicken, sind es gerade die zahlreichen in die Zukunft gerichteten Projekte, die unseren Stadtgeburtstag so spannend machen. Beispielgebend hierfür ist die Verbindung von Innovation und Historie im Kreativpark Alter Schlachthof.

Um der Kultur- und Kreativwirtschaft in Karlsruhe angemessen Raum geben zu können, beschloss der Gemeinderat vor gut zehn Jahren die Umwandlung des Alten Schlachthofs zu einem Kreativpark. Weil dieses Areal für Kultur und kreatives Gewerbe sowie für die Stadtentwicklung so bedeutend ist, wurde der Kreativpark Alter Schlachthof zu einem der Leitvorhaben des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts Karlsruhe 2020 erhoben.

Wie gut diese Entscheidung der Stadt zu Gesicht steht, lässt sich auf diesem Gelände bereits heute ablesen. Es hat einen gewaltigen Aufschwung erlebt, ist aber bei weitem noch nicht am Ende seiner Möglichkeiten angekommen, wie ein im April 2015 ausgerichtetes Symposium unterstreicht. Das Areal ist schon heute von der Kreativität seiner Nutzerinnen und Nutzer geprägt und wird sich auch in Zukunft mit ihnen weiter entwickeln.

Es freut mich sehr, dass sich im Jahr 2015 bereits so viele Akteure auf dem Gelände engagieren und das  vielfältige Programm für eine besonders umfangreiche Ausgabe des Festivals „Schwein gehabt!“ auf die Beine gestellt haben. Wir feiern damit im Jahr des Stadtgeburtstages auch den Erfolg aller Beteiligten, die mit viel Engagement zur Bewältigung der immensen baulichen und infrastrukturellen Herausforderungen auf dem Gelände beitragen und immer wieder die Entwicklung des Areals vorantreiben. Kunst und Kultur, Wirtschaftsförderung, Denkmalschutz und das Engagement der Beteiligten werden hier zu einem Leuchtturm der Stadtentwicklung zusammengeführt.

Ich lade Sie herzlich ein, auf Entdeckungstour im Alten Schlachthof zu gehen, dieses kreative, immer von Neuem im Aufbruch befindliche Quartier kennen zu lernen und sich von den vielfältigen Angeboten inspirieren zu lassen.


Dr. Frank Mentrup
Oberbürgermeister

Grußwort des Vorstands der L-Bank

„Schwein gehabt!“ – ein herrlicher Ausspruch. Kurz, prägnant und mit einem Augenzwinkern auf den Punkt gebracht. Der perfekte Name für die Kulturnacht. Glück gehabt hat auch Karlsruhe: mit dieser Initiative und auch mit dem Kreativpark, der sich binnen weniger Jahre zu einem Fixpunkt der Karlsruher Kulturszene entwickelt hat. Zugleich ein gelungener Strukturwandel vom annähernd brachliegenden Industriegebiet zur Heimstatt der Kreativwirtschaft. Auch für uns als L-Bank, als Förderbank des Landes Baden-Württemberg, ein wichtiger Punkt. Mit unseren Gründungsfinanzierungen helfen wir neuen Ideen an den Start. Im vergangenen Jahr z.B. mit Förderdarlehen in Höhe von 490 Mio. Euro für mehr als 2.700 junge Unternehmen – auch aus der Kreativwirtschaft. Orte wie der Alte Schlachthof bieten den nötigen Raum und Platz dafür. Das sprichwörtliche Glück haben aber vor allem die Besucher der 3. Kulturnacht. Immerhin können sie in diesem Jahr „Schwein gehabt!“ an zwei Tagen genießen.

 

Dr. Axel Nawrath
Vorsitzender des Vorstands der L-Bank